Die Zusammenarbeit in Unternehmen wird immer digitaler

Der Einsatz von Social-Collaboration-Tools steigt, aber viele Unternehmen nutzen die technischen Möglichkeiten nicht optimal aus. Dabei belegt die aktuelle Deutsche Social-Collaboration-Studie, dass es bei vernetzter Zusammenarbeit und digitalisierten Prozessen im Tagesgeschäft zu viel weniger Schwierigkeiten durch die Coronakrise gekommen ist.

Die Unternehmen im deutschsprachigen Raum haben in den vergangenen fünf Jahren den Einsatz von Tools für Social-Collaboration (bezeichnet pauschal die Zusammenarbeit von Menschen in Projekten, Gruppen oder auch Teams mit Hilfe des Internets und elektronischer Medien; Wikipedia.de)  weiter ausgebaut. Das zeigt die aktuelle Deutsche Social Collaboration Studie der Technischen Universität Darmstadt und der Management- und Technologieberatung Campana & Schott. Demnach ist zwischen 2016 und 2020 der Social-Collaboration-Reifegrad der Unternehmen von 3,48 auf 4,08 Punkte gestiegen. Von den maximal möglichen sieben Punkten sind die Firmen damit jedoch immer noch weit entfernt. 

Campana & Schott zufolge entwickelt sich der Reifegrad zu langsam, da sich das hybride Arbeiten zum neuen Standard entwickeln werde. Zudem hätten die Unternehmen, die bereits vor der COVID-19-Pandemie vernetzt zusammengearbeitet und Prozesse digitalisiert hatten, im Tagesgeschäft viel weniger Schwierigkeiten in der Krise gehabt. Zum einen sei effizientes Arbeiten auch von Zuhause aus möglich gewesen, zum anderen biete Social Collaboration eine Chance für intensivere Kundenbeziehungen – weniger Kontakt vor Ort, dafür öfter online. Auch Beschäftigte in der Produktion könnten von Social Collaboration stark profitieren, wenn die Tools die täglichen Arbeitsprozesse direkt unterstützen. Diese Effizienzpotenziale werden laut Studie von den Unternehmen noch zu wenig beachtet. Statt dessen würden Social-Collaboration-Tools vor allem eingeführt, um die Unternehmenskultur zu verbessern. Dieses Ziel werde auch tatsächlich erreicht. Platz zwei der Ziele belege jetzt erstmals eine höhere Kundenzufriedenheit – ein Zeichen dafür, dass die Unternehmen beim Einsatz solcher Tools stärker über den eigenen Tellerrand hinaus schauen.

Als größte Hürden für eine stärker vernetzte Zusammenarbeit und digitalisierte Prozesse nennt die Studie die Anschaffungs- und Implementierungskosten, die Ausgaben für die notwendige Infrastruktur sowie das Risiko für den Datenschutz. Ein in den Vorjahren noch oft angeführtes Hindernis – eine unzureichende Usability der Tools und fehlende Möglichkeiten des mobilen Zugriffs – scheint demnach aus dem Weg geräumt worden zu sein.


Erstellt von (Name) E.R. am 17.07.2020
Geändert: 17.07.2020 10:40:45
Autor:  Petra Hannen
Quelle:  Campana & Schott
Bild:  Bildagentur PantherMedia / kurhan
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