Employer Branding wird für Arbeitgeber immer wichtiger

Trotz der Corona-Pandemie wird sich einer aktuellen Universum-Umfrage zufolge der Wettbewerb um Beschäftigte verschärfen. Ein Einstellungsstopp oder passives Recruiting sind daher für die meisten Unternehmen kein Thema.

Nach aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt sehr deutlich sichtbar. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich automatisch der Kandidatenpool vergrößert. Wie eine internationale Studie des zur Job-Plattform Stepstone gehörenden Beratungsunternehmens Universum zeigt, erwarten mehr als die Hälfte der 90 attraktivsten Arbeitgeber der Welt einen verschärften Wettbewerb um die richtigen Mitarbeiter. In Deutschland gehen davon sogar mehr als zwei Drittel der Unternehmen aus. Und insgesamt rechnen mehr als 80 Prozent damit, dass der Bedarf an neuen Beschäftigten im kommenden Jahr gleich hoch bleibt oder sogar noch steigen wird.

Als Folge konzentrieren sich die meisten Unternehmen darauf, ihre Arbeitgebermarke weiterzuentwickeln, um für potenzielle Beschäftigte möglichst attraktiv zu sein und sich so im Wettbewerb um die richtigen Mitarbeiter einen entscheidenden Vorsprung zu erarbeiten. Bei fast allen der 90 attraktivsten Arbeitgeber der Welt hat laut Universum-Studie das Employer Branding oberste Priorität, und auch in Deutschland legen 95 Prozent aller Unternehmen einen besonderen Fokus auf ihre Arbeitgebermarke. Gleichzeitig sehen die meisten Unternehmen in der Bindung ihrer Beschäftigten einen Schlüsselfaktor, um in Zukunft erfolgreich sein zu können – besonders mit Blick auf den Neustart nach den coronabedingten Einschränkungen. 

Aus dem Bauch heraus treffen Unternehmen Entscheidungen hinsichtlich ihrer Arbeitgebermarke übrigens überwiegend nicht. Statt dessen setzen sie immer mehr auf Daten, wenn es darum geht, wie das Unternehmen in der Öffentlichkeit gesehen wird und wie es sich vom Wettbewerb abgrenzt. Bei den 90 beliebtesten Arbeitgebern der Welt verfolgen nach Zahlen von Stepstone inzwischen 80 Prozent bei Employer-Branding-Entscheidungen einen datengesteuerten Ansatz – in Deutschland liegt der Anteil bislang nur bei 42 Prozent. Stepstone zufolge wird diese Quote jedoch in Zukunft steigen. Denn nach Einschätzung der Job-Plattform spielen sowohl bei der Messung und Entwicklung der eigenen Arbeitgebermarke als auch bei klassischen Recruiting-Prozessen datengestützte Analysen und digitale Tools eine immer wichtigere Rolle.



Erstellt von (Name) E.R. am 24.09.2020
Geändert: 24.09.2020 15:42:06
Autor:  Petra Hannen
Quelle:  Stepstone
Bild:  Bildagentur PantherMedia / Erik Reis
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