Beratung Controlling Abrechungsmöglichkeit

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Beratung Controlling Abrechungsmöglichkeit, Controlling Preis Beratungsleistungen
Hallo Zusammen,

Es geht um die Kalkulation des Verkaufspreises von "Beratungsleistungen" für die monatliche Erstellung eines Controlling Reports mittels Softwarelösung oder Ecxel. Zielkunden KMU die sich keinen eigenen Controller für 5.000 EUR inkl. NK. pro Monat leisten können.

Kunden bekommt von mir geliefert::
- Plan-Ist Vergleich
- Vorjahresvergleich
- Debitoren und Kreditorenziel,
- Top 10 Kunden Plan/Ist oder Ist/Vorjahr
- evt. weitere maßgeschneiderte Kennzahlen graphisch dargestellt (freie Liquidität, Produktivität,...)
- Kurzbeschreibung der aktuellen Lage in der Mail
- sowie tel. Besprechung der Zahlen wenn Probleme vorliegen (rund 30 min)

Zeitaufwand: 1-1,5h für den CB Bericht, ca 30min tel. Besprechung, wenn erwünscht.

Was kann man hier dem Kunden monatlich in Rechnung stellen.
- 50 bis 100 EUR,
- 100 bis 150 EUR,
- 150 bis 200 EUR,
- mehr als 200 EUR?

Man muss immerhin bedenken, dass das Unternehmen somit keinen Controller einstellen muss.


Vielen Dank für eure Hilfe.
Tim
Hallo Tim1978,

hast du keine Preiskalkulation gemacht? Letztlich muss der Preis doch deine Kosten decken und etwas Gewinn abwerfen. Davon würde ich erstmal ausgehen und dann sehen, was dein Kunde zu dem Preis sagt.

Gruß
Calc
Hallo Calc,

Danke für deine Antwort.

Doch, eine Kalkulation liegt vor, aber mich interessiert, was die Wettbewerbspreise sind.

Z.B. ein paar befreundete Steuerberater verlangen ein Std. Honorar von 150-260 EUR, je nach komplexität. Das ist aber Thema Steuer.
Thema Controlling ist nicht ganz so komplex. Theoretisch könnte ich 100-130 EUR verlangen. Doch ist dies zu viel oder unter dem Wettbewerb.

Viele Grüße
Tim
Hallo Tim,

ich verstehe. Ich kann dir da konkret keinen Stundensatz nennen. Ich würde allerdings sagen, dass du nicht unter deinen angestrebten Satz gehen solltest. Wenn es sich für dich nicht lohnt, dann brauchst du dein Beratungsangebot gar nicht zu eröffnen. Dann such dir lieber einen Job als Controller. Ich kenne die Sätze für Controller nicht. Aber vielleicht gehst du einfach von einem EInstiegsgehalt eines Controllers aus (35.000 Euro?), rechnest die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung und die nicht faktorierbaren Kosten hinzu. Das rechnest du dann auf die Stunde herunter. Unter dem Satz, der dann herauskommt, kann kein selbstständiger Controller arbeiten.

Gruß
Calc
Also bei uns im Unternehmen gibt es neuerdings einen Berater der im Grunde nur Zahlen aus der Buchhaltung / Controlling nimmt etwas aufbereitet. Macht dann 5000 Euro pro Quartal. Ich schätze den Arbeitsaufwand auf vielleicht 5-6 Stunden pro Quartal ... das ist doch mal ein gutes Geschäft :) Nur mal so am Rande..

In deinem Fall hast du ja schon einiges vor an Auswertungen. Das alles in 1,5 Stunden? Ok, der zeitliche Aufwand hängt natürlich von der Qualität der gelieferter Daten ab. 100-130 pro Stunde ist in jedem Fall nicht zu viel!
Zitat
nurpo schreibt:
Also bei uns im Unternehmen gibt es neuerdings einen Berater der im Grunde nur Zahlen aus der Buchhaltung / Controlling nimmt etwas aufbereitet. Macht dann 5000 Euro pro Quartal. Ich schätze den Arbeitsaufwand auf vielleicht 5-6 Stunden pro Quartal ... das ist doch mal ein gutes Geschäft   Nur mal so am Rande..



In deinem Fall hast du ja schon einiges vor an Auswertungen. Das alles in 1,5 Stunden? Ok, der zeitliche Aufwand hängt natürlich von der Qualität der gelieferter Daten ab. 100-130 pro Stunde ist in jedem Fall  nicht  zu viel!


Ja, von solchen Sätzen habe ich auch schon gehört. 5TEUR Pro Quartal = pro Monat = TEUR 1,67. Das ist m.E. maßlos überzogen. Aber wenn der 5 solche Kunden hat, wieso nicht. Ich könnte hier nicht mehr in den Spiegel schauen. Das wäre für mich Abzocke.

Die Qualität der Daten ist schon sehr entscheidend. Der Umfang der Auswertungen wird fast komplett mit einer Software und angeschlossener Datenbank gesteuert. Allerdings sind die Auswertungen alle von mir definiert und festgelegt. Hier steckt ein Aufwand (einmalig) von rund 2 Monaten drin. Es können nur die Unternehmensdaten mittels CSV, ASCII oder sonst Format eingespielt werden, der rest läuft automatisch ab. Wichtig dabei ist nur der Check der Susa wenn die passt zu dem was das Unternehmen als Susa hat, ist alles ok.

Mein Dilemma ist halt folgendes.
- Wenn ich 500-800 EUR pro Monat verlange, habe ich vielleicht 5-10 Kunden, von denen relativ schnell Fluktuation eintritt, da die irgendwann am Preis rum mäkern.
- Gehe ich mit z.B. 130 EUR rein, kann ich hier einen Bestand von 50-80 Firmen aufbauen und den geschmeidig abbauen. Fluktuation ist hier geringer.

- Wo liegt jetzt der maximale durchschnittliche Verkaufspreis, bei dem die Kunden bleiben?

Wo könnte man sonst noch solche Informationen her bekommen?

Danke und Grüße
Bearbeitet: Tim1978 - 11.09.2014 00:03:16
Zitat
Calc schreibt:
Hallo Tim,



ich verstehe. Ich kann dir da konkret keinen Stundensatz nennen. Ich würde allerdings sagen, dass du nicht unter deinen angestrebten Satz gehen solltest. Wenn es sich für dich nicht lohnt, dann brauchst du dein Beratungsangebot gar nicht zu eröffnen. Dann such dir lieber einen Job als Controller. Ich kenne die Sätze für Controller nicht. Aber vielleicht gehst du einfach von einem EInstiegsgehalt eines Controllers aus (35.000 Euro?), rechnest die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung und die nicht faktorierbaren Kosten hinzu. Das rechnest du dann auf die Stunde herunter. Unter dem Satz, der dann herauskommt, kann kein selbstständiger Controller arbeiten.



Gruß

Calc

ok, Gegenrechnung: 130 EUR pro Monat, Bestand von 70 Firmen:
das sind dann 110 TEUR pro Jahr Umsatz.
Büro, Software, Backoffice (1 Angestellte, Zuarbeit, Terminfestlegung Kunde, Abrechnung etc), Werbung, Homepage, Geschäftswagen, und sonstige sbA´s geschätzt rund TEUR 50 pro Jahr
verbleiben bei mir rund TEUR 60. Zeitaufwand pro Woche rund 40-50 Stunden.

Also ungefähr das Gehalt eines Controllers mit mind. 5 Jahren Berufserfahrung.

Preis bei 170 EUR (Ebit = TEUR 92) oder bei 200 EUR (Ebit = TEUR 118) --> dann machts richtig Spass.

Die Frage ist nur, zahlt dies der Kunde.
Als Selbstständiger trägst du aber auch mehr Risiko .. un das solltest du dir auch bezahlten lassen. Und 70 Firmen musst du erstmal ranschaffen .. sehr ambitioniert. Zumal die schon angesprochene Datenqualität von Firma zu Firma stark schwanken wird. Da ein "Massengeschäft" draus zu machen verlangt gewisse Standards. Wenn die Firmen die erfüllen können und wollen ok, aber das glaube ich nicht.

Wie wäre es denn mit einer "Einrichtungsgebühr" für jeden neuen Kunden von x Euro. Und dann einen monatlichen Tarif jenseits der 200 Euro.

Die Idee an sich finde ich super! Könnte ich mir auch gut vorstellen :)

Wenn man dann noch optisch schöne Online Dashboards anbietet und bei Premium Kunden die Daten auch vor Ort präsentiert... setze ich mal auf meine Geschäftsideen Liste ;)
Hallo nurpo,

eine Einrichtungsgebühr ist eine gute Idee, ob es bezahlt wird ist die andere Frage und ob da nicht viele Kunden von vorne herein herausfallen ebenfalls. Bin halt kein guter Vertriebler, so wie es aussieht und habe halt bedenken dass ich viele potentielle Kunden gleich zu beginn kicke.

Lass mal die Finger von der Geschäftsidee:-)
Ich habe den Vorteil, dass ich ein gut angeschlossenes Netzwerk habe, wo ich bereits aus einem großen Topf von rund 1000 Kunden schöpfen kann. 5-10 % Trefferquote sagt man im Vertrieb, also die Mitte 70 Kunden. So kommt das zustande. Finde ich realistisch. du nicht?
Zitat
Tim1978 schreibt:
...

eine Einrichtungsgebühr ist eine gute Idee, ob es bezahlt wird ist die andere Frage und ob da nicht viele Kunden von vorne herein herausfallen ebenfalls. Bin halt kein guter Vertriebler, so wie es aussieht und habe halt bedenken dass ich viele potentielle Kunden gleich zu beginn kicke.

...

Hallo Tim,

für mich ist die Einrichtungsgebühr eigentlich nur logisch und sinnvoll.

Im Endeffekt würde ich mich am Softwaregeschäft orientieren. Du nimmst eine einmalige Einrichtungsgebühr (auf Basis der angefallenen MT für die Erstellung der Auswertung u.a. ) und dann eine monatliche Gebühr für die laufende Bereitstellung des Berichts. Du solltest auch berücksichtigen, dass immer wieder Änderungswünsche kommen und daher vorher definieren, was "Update"-Angelegenheiten sind, die in der monatlichen Gebühr enthalten sind, und welche Änderungswünsche wie erneut abgerechnet werden sollen. Mit der Erstellung eines Berichts, einer Auswertung ist es meistens nicht getan. Kunden haben immer wieder Änderungs- und Erneuerungsbedarf, auch wenn es ein Standardprodukt von Dir sein sollte.

Gruß
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